Besuch der GAB Tornesch

Herr Ohde gab zunächst einen allgemeinen Einblick in die Sortierung von Müll und beantwortete unterschiedlichste Fragen der Teilnehmer. Als besonders problematisch bezeichnete er den Umstand, dass die Bürger leider immer noch nicht anforderungsgerecht sortieren. Hier braucht es seiner Meinung nach deutlich mehr an Aufklärung, damit z. B. ein Bewusstsein dafür geschaffen wird, dass in Bezug auf Plastikmüll zwischen „schlechtem“ und „gutem“, nämlich wiederverwertbarem Material unterschieden werden muss. So sollten z. B. Zahnpastatube und Deckel getrennt voneinander entsorgt werden, denn der Deckel besteht aus sehr hochwertigem Plastik, das gut wiederverwendet werden kann. Diese Information fand ich sehr interessant, zumal ich selbst bisher auch immer beides zusammen entsorgt hatte. Noch besser war der ganz praktische Tipp von Eka, überhaupt keine Zahnpastatuben mehr zu kaufen, sondern stattdessen in Drogeriemärkten erhältliche Zahnputz-Tabletten (DENT- Tabbs) zu nutzen, die in einer kompostierbaren Papiertüte verpackt sind. Diesen habe ich inzwischen umgesetzt und bin sehr zufrieden mit dieser umweltfreundlichen und Verpackungsmüll vermeidenden Alternative. Ich würde mich freuen, wenn es viele Nachahmer gäbe!

Der Besuch endete mit einer Führung durch die Sortieranlage, in deren Verlauf Frank Boog von der GAB die im Einsatz befindlichen Anlagen erklärte und erläuterte, mit welchen Methoden der Müll getrennt wird (z.B. Magnete, Luftdruck). Es ist ein sehr beeindruckendes System, mit dessen Hilfe Müll auf verschiedene Laufbänder verteilt wird, an denen Frauen und Männer „unseren“ Müll in bewundernswerter Weise mit ihren Händen weiter sortieren.

Ich persönlich war wirklich überwältigt von diesen Plastikmüll-MASSEN, die wir alle in unserem Alltag erzeugen und hinterlassen. Wo soll das noch hinführen? Schon vor dem Besuch bei der GAB hatte ich mich mit dem Thema Plastikmüll auseinandergesetzt und mir vorgenommen, dies noch intensiver zu tun. Die Eindrücke aus dem Besuch haben mich darin noch mehr bestärkt und deutlich gemacht, wie dringlich etwas geschehen muss, im Großen, aber auch im Kleinen. Es gibt schon jetzt viele Ansätze, mit denen jeder in seinem Alltag helfen kann, Plastikmüll zu reduzieren oder besser noch zu vermeiden. Es würde mich freuen, wenn noch andere Menschen Lust und Interesse an diesem Thema fänden und bereit wären, gemeinsam Ideen und Ansätze zu entwickeln. Meldet Euch gern bei mir. Silke Maaß Hinweise der GAB zum richtigen Sortieren:

 

Hinweise der GAB zum richtigen Sortieren:

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